Und gleich noch eine Empfehlung der futurezone: Ein Interview mit Rudolf Strohmeier, Kabinettschef von EU-Medienkommissarin Viviane Reding, in dem dieser unter anderem über Netzsperren und Netzneutralität spricht. Hier gehts lang…
Bei der Linzer Ars Electronica wird am Samstag im Rahmen des Symposions “Cloud Intelligence” erörtert, wie Webzensur mit Hilfe sozialer Medienanwendungen umgangen werden kann.
Es berichtet die orf.at futurezone
Ok, die News sind alt, das passierte Ende Juli. Der (lokal tätige) englische Provider Karoo dreht Kunden bei Verstößen gegen das Urheberrecht ohne weitere Vorwarnung die Internetleitung ab und nennt das einen “verantwortungsvollen Zugang”. Bürgerrechtler und Datenschützer nennen das anders.
Warum ich die alte Geschichte erzähle? Wegen der Reaktion des Brachenverbands der Österreichischen InternetServiceProvier (ISPA):
“Nach österreichischem Recht wäre das Abschalten des Internetzugangs ohne Vorwarnung schwer vorstellbar”, so Andreas Wildberger, Generalsekretär des österreichischen Branchenverbands ISPA , gegenüber pressetext.
“Die österreichischen Provider sind strikt gegen Internetsperren. Für uns bedeutet das einen unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre und die Informationsfreiheit”, kommentiert Wildberger die Idee. Eine Abschaltung des Internetzugangs von Filesharern sei in Österreich auch nicht angedacht. Grundsätzlich, so Wildberger, müsse es auch andere Möglichkeiten geben, dem Problem Herr zu werden. “Internetsperren würden zudem die Betroffenen aus der Informationsgesellschaft ausschließen”, sagt er.
Sympathisch.
Nachdem die erste Version des französischen Netzsperr-Gesetztes HADOPI von den französischen Verfassungshütern verhindert wurde, nimmt die konservative Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy nun einen zweiten Anlauf. Heute hat die französische Nationalversammlung die Beratungen über das Netzsperrengesetz “HADOPI 2″ aufgenommen, wie die futurezone berichtet.
Die Sozialdemokraten können als Opposition das Gesetz nicht verhindern. Anders als in Deutschland, wo die Sperrkritiker nur eine kleine Minderheit innerhalb der Partei darstellen, versuchen die französischen Sozialdemokraten aber, es möglichst lange hinauszuzögern (und damit das Thema am Köcheln zu halten, ohne dass die Regierung Fakten schaffen kann). Zu diesem Zweck hat man über 700 (!) Abänderungsanträge eingebracht.
Und noch ein interessantes Detail zur nun im Gesetz geplanten Beteiligung von Richtern:
Laut einer internen Studie der französischen Regierung soll ein HADOPI-2-Verfahren 45 Minuten dauern, davon seien fünf Minuten für die Entscheidungsfindung des Richters vorgesehen.
Neues Logo, neue Banner!
Jul 21
Das die von mir mangels Kompetenz notdürftig gebastelten Banner nicht sooo toll waren, dürfte allen aufgefallen sein. Umso mehr freut es mich, dass die Zeit der amateurhaften Optik vorbei ist. Thomas stellte den Kontakt zu Wieland her, von dem ua auch das Logo von ZARA stammt. Er erklärte sich freundlicherweise bereit für Interentsperren.at ein Logo zu erstellen. Und ich muss sagen, das Ergebnis gefällt mir. Auch dass er das Logo in einen sehr netten Banner verpackt hat, sei ihm gedankt. Sogar ein hübsches Favicon hat er gemacht. Wieland, Danke!
Ein Update gibt es auch für die “Werbematerialien” – auch hier hat Wieland schönes Material beigesteuert. Also, die Optik kann jetzt kein Grund mehr sein, nicht hierher zu verlinken ;)




